Zu undenkbar früher Stunde wurde heute die Hl. Messe gefeiert. Ohne Frühstück wurden wir zu einem elendslangen und gefährlichen Fußmarsch fortgeschickt. Unter schwersten Anstrengungen, wie kochender Hitze und steilen Strecken, mussten wir unserem Ziel entgegen gehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit legten wir eine Pause ein, nur um dann schleunigst wieder weiterzugehen. Nach etlichen Schritten erreichten wir endlich eine Wasserquelle, doch war manchen der Weg zu dieser zu beschwerlich. Also mussten wir noch weiterziehen. Bei einer nicht ganz so gefährlichen Stelle tauchten dann alle freiwillig in das kühle Nass. (Die, die das nicht taten, denen wurde dabei geholfen.) Derweil wurde für alle Verpflegung gebracht und im Anschluss sofort verspeist. Bis zum Attersee mussten wir es noch schaffen. Unterwegs ging ein Teil der Gruppe verloren. Fast meinten wir, sie nie wieder sehen zu werden, doch Gott sei Dank fanden wir uns wieder. Beim unüberwindbaren Attersee mussten wir eine Fähre in Anspruch nehmen, um auf die andere Seite zu gelangen. Von dort war es noch ein kleinerer Fußmarsch bis zum Ziel. Manch einer fing an zu zweifeln, ob wir dieses je erreichen würden, da sich unser Routenführer im Gewirr der ganzen Wege zu verirren begann und wir ungeplant längere Strecken zurücklegen mussten. Todmüde, erschöpft, mit Blasen an den Füßen und Sonnenbränden an den Armen kamen wir doch noch an. Dort erwartete uns ein vorzügliches Chili con Carne und eine Abkühlung im See. Und als hätten wir heute nicht schon genug Anstrengungen erlebt: Bis spät in die Nacht hörte man noch den Klang der Tackermaschinen für die Flyer. Ausgelaugt und völlig fertig fallen wir jetzt in unsere Betten. Morgen ist ein neuer Tag und ein neuer anstrengender Weg.

Anna

PS: Die Pro Life Tour ist wundervoll! Wir haben einen Riesenspaß und verstehen uns wunderbar. Niemand wird geknechtet und die Strecken sind halb so schlimm. Also bitte den Eintrag nicht wörtlich nehmen…