Für jene, die genügend Willensstärke besaßen, beim Läuten des Weckers frühmorgens tatsächlich aufzustehen, begann der Tag in Haag bereits um 7 Uhr mit der Heiligen Messe. Zum Frühstück schaffte es dann aber doch jeder aus dem Bett, sodass wir rechtzeitig fertig waren, bevor um 10 Uhr der Vortrag von Georg Büchsenmeister begann.
Der Salzburger Pro-Lifer und Sozialarbeiter stellte uns die Inhalte seiner Bachelorarbeit zum Thema „Gut und Böse: Erfindung oder Realität?“ vor. Dabei führte er uns in die Grundprinzipien des Naturrechts ein und zeigte auf, dass es in der Natur des Menschen liegt, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.
Zu Mittag gab es wieder lecker schmecker Schnitzel. Denn dank der großzügigen Portionen der Familie Rudelsdorfer waren wir nicht nur für eine Mahlzeit, sondern gleich für zwei bestens versorgt.
Nach einem kleinem Mittagsrasterle gings energiegeladen in die Straßen von Haag, um Flyer an Passanten zu verteilen. Die anfängliche Motivation wurde jedoch etwas gebremst, als wir feststellten, dass Haag ein etwas verschlafenes Städtchen ist. Doch mit den wenigen Leuten, die wir trafen, durften wir tolle Gespräche führen. Die restlichen Flyer wurden in die Postkästen eingeworfen.

Am Abend hielt Dr. Helmut Prader einen Vortrag über IVF (künstliche Befruchtung), der uns einen erschreckenden Einblick in dieses komplexe Thema gab. Dabei erklärte er, dass etwa jedes fünfte Paar mit Kinderwunsch keine Kinder bekommen kann oder keine weiteren Kinder mehr bekommt. Besonders betroffen machte uns seine Aussage zur Präimplantationsdiagnostik (PID): Für jedes durch PID geborene Kind (ein genetisch ausgewähltes Kind!) werden mindestens 59 Embryonen verworfen und somit getötet.
Um den Abend etwas heiterer zu beenden, schauten wir einen Film über das Leben der Hl. Bernadette. Rundum ein gelungener Tag!

Veronika
