Tag 6 – Ein Fest für das Leben
Blogbeitrag ist noch in arbeit.
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Heute wurden wir wieder, wie üblich, um 5 Uhr mit dem Lieblingswecklied von Gabi aufgeweckt. „Aufstehen ist schön“? – Liegenbleiben noch mehr. Doch mithilfe ihrer neuen Komplizin, unserer Pro-Life-Hündin Heli, gelang es Gabi dennoch, selbst den hartnäckigsten Langschläfer aus den Federn zu jagen. Zwei Stunden später, nachdem wir unser Gepäck zum Anhänger getragen, gefrühstückt, und die Unterkunft zusammengeräumt haben, begaben wir uns auf den Weg von Feldkirchen nach Linz – dem Ort, von dem aus vor 25 Jahren die erste Pro Life Tour gestartet wurde.
Am Weg verteilten wir die Briefe, die wir am Vorabend vorbereitet hatten, an die Haushalte an welchen wir vorbeizogen. Bei den Briefen unserer diesjährigen Postwurfsendung sind ein Beilagezettel für die Anreiner, ein „Liebe Sie Beide“ Flyer und ein kleines Gummibärsackerl mit dem „..wie alt warst du, als du so groß wie ein Gummibärchen warst?“ Kärtchen. Unser Ziel ist es, jedem Haushalt dem wir begegnen, einen solchen Brief zukommen zu lassen.
Schon von weitem konnten wir den Turm des Linzer Mariendoms sehen, was uns weiter motivierte, die letzten Kilometer bis an den Donaustrand in Rekordgeschwindigkeit zurückzulegen. Am Donaustrand angekommen, sprangen einige sofort, freiwillig, ins Wasser, der Rest wurde anderwertig mit dem Element vertraut gemacht.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es am späten Nachmittag zur Herz-Jesu-Kirche, unserer Unterkunft für die folgenden zwei Nächte. Dort wurden wir herzlichst vom Kaplan empfangen und liesen den Tag mit gutem Essen und besserem Wein ausklingen.
Christian und Simone
Aufgrund des am Vormittag andauernden Regens, wurde uns ein gemütlicher Vormittag mit spätem Weckruf versprochen. Ein Luxus, so schön, dass wir schon vorher hätten wissen müssen, dass es ihn auf der Pro Life Tour nicht geben kann. Nach einer unruhigen, gewittrigen, Nacht lagen wir um 5 in der Früh noch friedlich in unseren Schlafsäcken. Unwissend um den verherenden Fehler dem einer, noch unausgeforschten Person, in der Nacht passiert war.
Die Tür zum Nebenraum, in dem unsere Pro-Life-Hündin die Nacht verbringen sollte wurde einen Spalt weit offen gelassen. Die schwere Tür, die normalerweise die tapfersten aller Hunde zurückschrecken würde, war für unsere Heli, nur eine geringe Hürde als sie in aller frühe wieder topfit und spielbereit aufwachte.
Da einer Pro-Life-Hündin die Worte „gemütlicher Vormittag“ und „später Weckruf“ nicht geläufig waren, und ihr langes Schlafen unüblich erschien, wurde sie recht schnell um unser Wohlergehen besorgt. Anfangs noch zögerlich, überprüfte sie bei den nächst gelegenen, noch in unschuldigen Träumen weilenden Jugendlichen, ob sie nicht aufwachen würden, wenn sie ihnen mit einer feuchten Schnautze ins Gesicht stupsen täte. Nach ersten Erfolgen, wurde sie in ihrer These bestätigt, und ging mit neuem Elan an ihre neu gewonnene Aufgabe heran, alle noch schlafenden im Turnsaal zum Aufstehen zu animieren.
So kam es, dass Gabi eine neue Verbündete für den täglichen Weckruf fand, und wir nun dem Wort „Hundsmüde“ eine neue Bedeutung zuschreiben können.
Maria und Simone
Heute, am Festtag des Heiligen Jakobus machten wir uns auf den Weg. Nein, nicht auf den Weg in das berühmte spanische Santiago de Compostela, sondern in das ebenso schöne, oberösterreichische, Sankt Agatha. Eine Gemeinsamkeit mit dem Jakobsweg gab es dennoch: Die extreme Hitze. Bei 38°C marschierten wir über Wiesen und Felder, und erklommen einen Hügel nach dem anderen.
Dementsprechend groß war die Freude über die Abkühlung beim Mittagessen im Schatten eines kleinen Waldstückes, bei dem wir von unserem treuen Küchenteam mit einer großzügigen Mittagsjause versorgt wurden.
Als wir am Abend, bei unserem Quartier, einer Turnhalle, ankamen, hatte Jakub (unser Namenstagskind) ein Deja-vu: „Die Halle in St. Agatha kommt mir bekannt vor… letztes Jahr bei der Pro Life Tour in St. Michael waren wir doch in einer sehr ähnlichen untergebracht, oder?“ Für einen Slowaken war es eine interessante Feststellung, dass sich die Turnhallen in Österreich sehr ähnlich sind. — Vielleicht können wir bald eine längere Pro Life Tour durch die Slowakei planen und uns anschauen, wie sich die Turnhallen dort unterscheiden, oder ob sein kindliches Erstaunen nur der Erschöpfung nach einem heißem Tag geschuldet war.
Der Abend klang mit einem Vortrag in der Pfarre, einem viel zu langen „Werwolf“-Spiel und einem Abendessen im Dunkeln (verschuldet durch das lange Werwolf-Spiel) aus. Eigentlich hatten wir gehofft, draußen am Spielplatz schlafen zu können. Aber leider machte das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung. Wir wurden von einem heftigen Sturm überrascht. Obwohl dieser den einen oder anderen vom Schlaf abhielt, hatte er doch etwas Gutes an sich: Am nächsten Tag war es kühler!!!
Magdalena
Kurz vor 6 Uhr startete Gabis Weckruf mit lautstarken Liedern, die uns zum Aufstehen motivieren sollten, aber nur bewirkten, dass wir wie willenslose Zombies ihren Wünschen folgten und unser Gepäck zusammenpackten und das schon vorbereitete Frühstück verschlangen. Bald machten wir uns gestärkt auf den Weg und gingen von Passau los Richtung Stadl in Engelhartszell.
Nach einer kurzen Begegnung mit den ANTIFAnten, die uns Parolen-Schreiend auf der Innbrücke begrüßten und auch noch den letzten Morgenmuffel aus seiner Trance aufweckten, schafften wir es endlich in die Heimat – unser viel geliebtes Österreich. Später kamen wir auf die Idee, den Parolen, die sich in unseren Köpfen eingebrannt hatten, unseren eigenen Stempel aufzudrücken und diese zu Pro-Life-Parolen umzuschreiben. Dabei konnte die ganze Gruppe ihrer Kreativität freien Lauf lassen und unsere Füße trugen uns fast von alleine ans Ziel.
In unserer Unterkunft erwarteten uns schon eine kalte Dusche und noch kälteres Bier, welches uns das warten auf unseren Seelsorger, den berühmt, berüchtigten Kater Paufmann, erleichterten. Nach der Ankunft unseres sehnlichst erwarteten und immer treuen Begleiters, feierten wir gemeinsam eine besinnliche Sonntagsmesse in der schönen Pfarrkirche Stadls.
Anschließend bereitete uns unsere liebe Küchenfee Simone ein leckeres Abendessen, welches unseren mittlerweile übergroßen Hunger schnell stillte. Satt, matt und glücklich legten wir uns dann in unser großes „Stadl“ im kleinen Stadl schlafen.
Julia und Stefan
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